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Charterhouse, London

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Vom Kloster zu einer der größten englischen Public Schools: Das Charterhouse
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Das nordwestlich des Museum of London 40 am gleichnamigen Square gelegene Charterhouse fungierte während seiner langen Historie bereits als Kartäuserkloster und eine der großen englischen Public Schools.

Im Jahr 1348 pachtete der Ritter Sir Walter de Manny ein Stück Land um hier einen Friedhof für die Opfer der Pest zu errichten. Kurz vor seinem Tod gründete der Menschenfreund im Jahr 1371 an der Stelle des Friedhofes ein Charterhouse genanntes Kartäuserkloster. Der Architekt Henry Yevele schuf das mit 24 Mönchszellen bestückte Gebäude, in denen die frommen Männer fortan ihr bescheidenes Leben führten.

Nachdem König Henry VIII. die Auflösung der Klöster befahl, ließ der neue Besitzer Edward North den Master's Court und die beeindruckende Great Hall erbauen. Jetzt konnte sich auch die Königin Elizabeth I. für das Kloster begeistern und sie traf hier im Jahr 1558 die Vorbereitungen für ihre Krönung.

Anno 1611 erwarb der reiche und kinderlose Thomas Sutton das Anwesen und gründete ein Altenheim sowie eine Schule für Jungen aus armen Familien. Diese Public School genoss einen hervorragenden Ruf und wurde unter anderem von dem späteren Gründer der Pfadfindergemeinschaft Robert Baden-Powell besucht. Da die Schule mittlerweile nach Godalming umgezogen ist, stehen heute Teile der Anlage, darunter die aus Steinen der alten Klosterkirche erbaute Great Hall für Besucher offen. Auch die mit imposanten flämischen Webteppichen geschmückte Bibliothek aus dem 17. Jahrhundert ist sehenswert.

Eine lebensgroße Statue in der Kapelle erinnert an Thomas Sutton und während der Restaurierungsarbeiten konnte der Sarg von Sir Walter de Manny geborgen werden.

Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Charterhouse Square, EC1A 7HT London

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St. Stephen Walbrook, London

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St. Stephen Walbrook ist eine kleine Kirche in der City of London und liegt nahe der Bank- und Monument-U-Bahn-Stationen. Sie ist Teil der Diözese der Kirche von England und gilt als eines der Meisterwerke von Sir Christopher Wren.

Die Fassade der St. Stephen Walbrook ist sehr schlicht gehalten und auch der nachträglich angefügte Barockturm ist eher unspektakulär. Doch das Innere der St. Stephen Walbrook ist einfach beeindruckend und adelt die Kirche zu einem der schönsten Gotteshäuser in London.

Lichtspiele im Inneren der St. Stephen Walbrook
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Die Kirche ist ein Meisterwerk von Sir Christopher Wren
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Die 63 Fuß hohe Kuppel des Gotteshauses
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Die St. Stephen Walbrook wurde in den Jahren 1672 bis 1679 nach den Plänen des königlichen Architekten Sir Christopher Wren erbaut. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die 63 Fuß hohe Kuppel eigentlich auf seinen Entwürfen für die St. Paul's Cathedral 38 basiert. Das riesige, von korinthischen Säulen unterteilte Gewölbe bildet das Zentrum der Kirche und aufgrund der Fensteranordnung entsteht ein wunderbares Lichtspiel im Inneren der St. Stephen Walbrook.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche schwer beschädigt und musste wieder aufgebaut werden.

Heutzutage ist St. Stephen Walbrook für zwei Besonderheiten berühmt: Zum einen für Henry Moore's kontroversen weißen Steinaltar aus dem Jahr 1987 im Mittelpunkt der Kirche und andererseits für das Telefon in der Glasbox. Diese Installation ist ein Tribut an Dr. Chad Varah, der im Jahr 1953 die so genannten Samaritans gründete. Sie waren die erste, rund um die Uhr erreichbare, nicht-klerikale Telefonseelsorge der Welt. Die Niederlassung der Samaritans arbeitete in der Kirche bevor sie letztendlich in die Marshall Street in Soho 89 zogen.

Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Walbrook, EC4N 8BN London

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London Stone and Temple of Mithras, London

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Der Bau des Bahnhofs in der Cannon Street, südwestlich der St. Stephen Walbrook 44, bestätigte endlich, was bereits zuvor vermutet wurde: Unter der Station befinden sich Teile einer römischen Palastanlage aus dem ersten Jahrhundert nach Christus.

Ruinenteile des Temple of Mithras
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Der London Stone genannte Steinblock gehörte ebenfalls zu der Anlage und kann in der 111 Cannon Street EC4 besichtigt werden. Hier wird der aus Kalksteinfragment bestehende Stein in einem Glaskasten hinter einem Ziergitter aufbewahrt. Um den Stein kursieren viele Legenden: Eine besagt, dass London untergeht, sollte der Stein jemals zerstört oder aus der Stadt entfernt werden. Glaubt man der mythologischen Chronik Historia Regum Britanniae von Geoffrey of Monmouth, so ist der aus Troja stammende Brutus von Britannien der Stadtgründer Londons. Zu Ehren der Göttin Diana ließ er einen Tempel errichten, in dem der London Stone angeblich als Altarstein gedient haben soll. Schenkt man einer anderen Legende Glauben, so ist der London Stone der letzte Überrest eines Steinkreises des Ludgate-Hügels, auf dem heute die St. Paul's Cathedral 38 steht.

Im Jahr 1954 wurde ein Stück weiter auch der römische, etwa aus dem Jahr 250 stammende Temple of Mithras ausgegraben und zählt zu den bedeutendsten archäologischen Funden aus der Römerzeit in London. Ursprünglich stand der Tempel am östlichen Ufer des heute unterirdisch verlaufenden Baches Walbrook. Während der Ausgrabungsarbeiten kamen mehrere italienische, aus weißem Marmor gestaltete Figuren der Götter Minerva, Merkur, Serapis und Mithras ans Tageslicht und zudem fand man vor Ort hergestellte Venus-Figuren aus Lehm.

Die Fundstücke der Ausgrabungen, wie Büsten und Statuen sind heute im Museum of London 40 ausgestellt und der Tempel selbst wurde einige Meter in die Queen Victoria Street versetzt, da er einem Bauprojekt im Wege stand. Die Ruinen sind öffentlich zugänglich.

Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Cannon Street, EC4 5AS London
U-Bahn: Cannon Street

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St. Bartholomew the Great, London

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St. Bartholomew the Great ist eine der besterhaltenen normannischen Kirchen der Themsemetropole und liegt nordwestlich des Museum of London 40 in Smithfield. In diesem Stadtteil ließen sich viele Restaurants, Bars und Pubs nieder.

Eigentlich ist die Kirche, deren Name auch gern auf "Great St. Barts" verkürzt wird, nur eine von zwei, ehemals durch ein Krankenhaus verbundenen Kirchen. Das kleinere Gotteshaus heißt St. Bartholomew the Less und ist sowohl historisch als auch architektonisch weniger interessant als the Great.

Ursprünglich bestand St. Bartholomew the Great aus einem Kloster und einem Krankenhaus - beide Gebäude wurden im Jahr 1123 auf Initiative von Thomas Rahere errichtet. Dieser erkrankte während einer Pilgerreise und versprach ein Hospital zu errichten, sollte er gesund nach Hause zurückkehren. Eine weitere Vision des heiligen Bartholomäus brachte ihn außerdem zur Errichtung eines Klosters.

Blick ins Innere von St. Bartholomew the Great
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Eine der besterhaltensten normannischen Kirchen von London
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Die Kirche diente in zahlreichen Filmen als Kulisse
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Im Jahr 1420 wurde das Krankenhaus vom Kloster getrennt und Henry VIII. übergab das Spital an die City of London. Das Konvent fiel der Säkularisierung zum Opfer.

Doch trotz der Zerstörung blieb einiges aus der Gründerzeit des Klosters erhalten und so entdecken die Besucher hier die ursprüngliche, normannische Bausubstanz. Auch das Grabmal von Thomas Rahere mit einer Liegefigur aus dem zwölften Jahrhundert ist bis heute in Great St. Barts beheimatet.

Den großen Brand des Jahres 1666 überstand St. Bartholomew the Great problemlos, die Zweckentfremdung im 18. Jahrhundert - Hausbesetzer nahmen das Sakralbau in Beschlag - richtete jedoch einen erheblichen Schaden an. Erst im späten 19. Jahrhundert wurde St. Bartholomew the Great von Aston Webb wieder aufgebaut und ihrem eigentlich Zweck zugeführt. Die danach folgenden Zerstörungen des Ersten und Zweiten Weltkrieges konnten der Kirche wiederum nichts anhaben.

Für Filmfreunde dürfte interessant sein, das Great St. Barths als Kulisse für viele Filme diente, unter anderem spielen hier Szenen der Streifen "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Shakespeare in Love" oder "Elizabeth: The Golden Age".

Wenn man St. Bartholomew the Great besichtigen möchte, darf man seine Geldbörse nicht vergessen: Great St. Barts ist die erste Kirche in Großbritannien, die Eintritt verlangt.

Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: West Smithfield/ Cloth Fair, EC1A 7HT London

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